Freitag Vormittag schauten wir uns etwas die Stadt in der näheren Umgebung des Hotels an und nutzten die Gelegenheit auch gleich einmal beim Schloss vorbei zu sehen. Nach einem kurzen Plausch mit Micha, dem Veranstalter, hatten wir auch schon alle Backstagepässe für die Jungens von Seelenzorn – welche am Abend anreisten – und für uns.

Da wir etwas verspätet vom Hotel los gelaufen sind, haben wir The Flaw und einen Großteil von Heimataerde verpasst. Jedoch bekamen wir Megaherz und Eisbrecher in voller Länge mit. Schön zu sehen und auch zu hören war, das an den Gerüchten der angeblichen Feindschaft zwischen den Sängern der beiden Bands nichts dran ist. Im Gegenteil. Was ich auch noch sehr schön fand war die Tatsache das beide Bands den Titel „Miststück“ spielten. So hatte man einen direkten Vergleich. Ich muss sagen, mir gefiel die Version von Eisbrecher wesentlich besser. Einfach aus dem Grunde, dass Alex – Sänger von Eisbrecher – der ehemalige Sänger von Megaherz ist und „Miststück“ war eben zu seiner Zeit bei Megaherz. Nun möchte ich natürlich Lex – aktueller Sänger bei Megaherz – nicht schlecht machen, Gott bewahre. Auch seine Version von „Miststück“ war durchaus gelungen.

Der Freitag Abend neigte sich also mit zwei ganz großen Bands dem Ende zu. Also der letzte Ton gesungen war und das letzte Licht aus ging bewegten auch wir uns wieder in Richtung Hotel. Dort angekommen verbrachten wir noch einige Stunden vor dem Hoteleingang, zusammen mit Seelenzorn, Megaherz und Halli und Black Roses von FX-Radio. Es wurde der Abend ausgewertet alte Freundschaften erneuert und – zugegeben – auch einiges getrunken. Für unsere Erheiterung sorgte ein etwas sehr angeheiterter Passant. Dieser griff sich Poisi um ihr zu zeigen wie eine Wachablösung in England funktioniert, oder so ähnlich …

Die Nacht war viel zu kurz, das Frühstück um so deftiger. Reichhaltiges Buffet und guter Kaffee brachten die Lebensgeister zurück. Ich machte mich dann am späten Vormittag mit Toni von Seelenzorn auf den Weg ins Schloss, Poisi kam etwas später nach. Es war noch recht ruhig, die Bands für den Tag versammelten sich langsam aber sicher im Backstagebereich.

Der Samstag wurde durch Eden weint im Grab eröffnet. Gitarren, harte Riffs und das eine oder andere Solo schallten durch die alten Gemäuer. Danach gaben sich die Jungs von Seelenzorn die Ehre. Erstmals nach über einem Jahr wieder mit Jens als dritten Sänger – und was soll ich sagen, der Auftritt war absolut phantastisch. Nach fast sieben Jahren endlich wieder Seelenzorn Live erleben.

Nach The Vision Bleak, Kryteria und Mono Inc, welche wie ich gestehen muss mir bis dato nicht viel sagten, daher gehe ich auch nicht näher drauf ein, betraten Diary of Dreams die Bühne. Ich hatte lange nichts mehr von dieser Band gehört, aber sie wussten eindeutig zu begeistern. Eine schöne Mischung aus schnelleren Songs wie „The Curse“ und ruhigeren a’la „Traumtänzer“ sorgte für absolute Kurzweil.

Als letzte Band des Abends – auch des gesamten Festivals – traten dann Letzte Instanz auf. Ich gebe zu, nach dem Sängerwechsel habe ich nichts mehr von Letzte Instanz gehört, da ich die Stimme des neuen Sängers nicht wirklich mag. Aber dies ist mein persönlicher Geschmack und soll hier keine Wertung abgeben. Auf der Bühne allerdings feuerte Letzte Instanz im wahrsten Sinne des Wortes ein Feuerwerk ab. Mit sichtlich viel Spaß und Elan gingen die Jungens ans Werk und rockten als gäbe es kein Morgen mehr. Auch einige ältere Songs waren im Programm, so zum Beispiel „Das schönste Lied der Welt“ und eine ganz eigene Interpretation von „Rapunzel“. Das Publikum war begeistert und wollte die Band am liebsten gar nicht mehr von der Bühne lassen, doch auch dieser Abend geht einmal zu Ende.

Und wieder saßen wir – wenn auch nicht ganz so lange wie am Vorabend – vorm Hotel und ließen noch mal alles Revue passieren. An dieser Stelle ein ganz großes DANKE an die Hotelleitung für ihr Entgegenkommen, denn ich kenne kein anderes Hotel, bei dem man bis früh morgens vor dem Eingang sitzen kann und noch etwas feiern darf.

Am Sonntag früh – keiner sah mehr wirklich frisch aus und die Hotelangestellten wollten uns den Frühstückskaffee schon intravenös verabreichen – verabschiedeten sich nach und nach alle Angereisten. Auch wir begaben uns auf den Weg gen Heimat. Erschöpft und ausgelaugt kam ich zu Hause an. Dennoch, ein bombastisches Wochenende mit viel guter Musik.

Quellenangaben:

Bildquelle des Artikelbildes: Wikipedia

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