Nun kann es durchaus auch sinnvoll sein, Dropbox auch auf seinem Server zu installieren. Zum Beispiel, wenn man automatische Backups seiner Webseiten erstellen lässt, kann man diese direkt in die Dropbox kopieren lassen und schon hat man sie auch auf seinen anderen Geräten.

Wie dies auf einem (Gentoo) Linux-Server funktioniert, möchte ich hier mal kurz anreißen.

Voraussetzungen

  • Dropbox Account (wer noch nicht hat, kann dies hier nachholen)
  • (Gentoo) Linux-Server (32 oder 64-bit, andere Distributionen gehen natürlich genau so gut)
  • Python 2.6 installiert

Installation

Zunächst loggt man sich per SSH auf dem Server ein. Ist dies geschafft, einfach folgendes Kommando in die Konsole tackern. (Hier bitte darauf achten, ob der Server ein 32-bit oder 64-bit Linux hat)

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# Für 32-bit:
cd ~ && wget -O - http://www.dropbox.com/download?plat=lnx.x86 | tar xzf -

# Für 64-bit:
cd ~ && wget -O - http://www.dropbox.com/download?plat=lnx.x86_64 | tar xzf -

Damit wird der Dropbox-Deamon heruntergeladen und unter ~/.dropbox-dist/ installiert.

Die Dropbox selbst wird zum Erststart einfach mit

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~/.dropbox-dist/dropboxd

aufgerufen. Hierbei erhält man einen Link, welchen man in einem Browser öffnen muss. Damit wird der Server zu den berechtigten Geräten für den Dropbox-Account hinzugefügt. Ist dies erledigt, kann mit Strg+C der Deamon vorerst wieder beendet werden, denn dieser soll ja per Init-Script und der eigenen CLI verwaltet werden.

Die CLI ist auch schnell installiert, dafür einfach folgende Kommandos verwenden:

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wget -O ~/bin/dropbox.py https://www.dropbox.com/download?dl=packages/dropbox.py
chmod +x ~/bin/dropbox.py

Nun kann die Dropbox bequem über diese CLI gesteuert werden. Um eine volle Liste der Kommandos zu erhalten gebt einfach dies hier ein: (oder ihr schaut euch das Artikelbild genauer an)

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~/bin/dropbox.py help

Wer möchte kann nun auch noch schnell ein Init-Script zusammen schrauben, für Gentoo sieht das dann so aus:

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#!/sbin/runscript
# Copyright 1999-2012 Gentoo Foundation
# Distributed under the terms of the GNU General Public License v2
# $Header: $

depend() {
        need net
        after sshd
}

start() {
        ebegin "Starting Dropbox"
        ~/bin/dropbox.py start
        eend $?
}

stop() {
        ebegin "Stopping Dropbox"
        ~/bin/dropbox.py stop
        eend $?
}

Hinweis

Sollte beim Erststart die Meldung „Unable to monitor filesystem. Please run: echo 100000 | sudo tee /proc/sys/fs/inotify/max_user_watches and restart Dropbox to correct the problem.“ kommen, dann liegt dies daran, dass in eurer Dropbox doch recht viele Dateien sind, und das Limit nicht ganz ausreicht. Also einfach Dropbox beenden und den in der Meldung genannten Befehl in die Konsole tackern. Dann kann die Dropbox problemlos gestartet werden. Um das Limit direkt beim Start des Servers zu setzen, muss in die Datei /etc/sysctl.conf folgende Zeile:

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fs.inotify.max_user_watches=100000

Update

23. Oktober 2012

Da im Serverbereich auch häufig Debian genutzt wird, hier natürlich auch ein Initscript für Debian. Die sehen etwas anders aus.

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#!/bin/sh
### BEGIN INIT INFO
# Provides:          dropbox
# Required-Start:    $local_fs $remote_fs $network $syslog $named
# Required-Stop:     $local_fs $remote_fs $network $syslog $named
# Default-Start:     2 3 4 5
# Default-Stop:      0 1 6
# X-Interactive:     true
# Short-Description: Start/stop dropbox-client
### END INIT INFO

case $1 in
        start)
                echo 'Dropbox startet'
                /bin/dropbox.py start
        ;;
        stop)
                echo 'Dropbox stoppt'
                /bin/dropbox.py stop
        ;;
        status)
                echo 'Dropbox Status'
                /bin/dropbox.py status
        ;;
        *)
                echo 'Usage: /etc/init.d/dropbox {start|stop}'
                exit 1
        ;;
esac

exit 0

Um dieses dann auch beim Start des Servers ausführen zu lassen:

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update-rc.d blah dropbox

Ich wünsche viel Spaß mit eurer Dropbox auf dem Server :-)

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