Nun mag die Frage aufkommen, wieso man ein Verzeichnis in ein anderes Verzeichnis mounten sollte. Man kann doch schließlich ganz einfach so drauf zugreifen. Denn gemountet wird normalerweise eigentlich alles, worauf man nicht einfach mit dem cd-Befehl (change directory) zugreifen kann.

Stellt euch folgende Situation vor. Ihr habt ein bestimmtes Verzeichnis, welches zig Unterverzeichnisse hat. und nun wollt ihr auf das “unterste” Unterverzeichnis zugreifen. Das wird ein recht langer Befehl in der Konsole oder ein ewige Geklicke im Dateibrowser. Wäre es da nicht einfacher, wenn man dieses Verzeichnis einfach in ein anderes, welches wesentlich höher liegt, mounten würde?

Nun mag natürlich – berechtigterweise – auch der Einwand kommen, wieso mounten, wenn ich dafür einen Symlink erstellen kann? Nun, stellt euch weiterhin vor, ihr arbeitet da mit mehreren Leuten in diesem Verzeichnis, das kann unter Umständen ein kleines Rechteproblem geben. Lese- und Schreibrechte, ihr wisst schon. Natürlich kann man auch das für einem Symlink umgehen, aber da finde ich es persönlich eleganter dies per mount zu bewerkstelligen.

Also, lange Rede – gar kein Sinn, so gehts …

In der Konsole (als root):

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mount --bind /sorce/dir /target/dir

In der /etc/fstab:

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/sourc/edir    /target/dir           auto      bind       0 0

Als Initscript:

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#!/sbin/runscript

depend() {
    need localmount
}

start() {
    ebegin "Mounting \"/source/dir\""
    mount --bind /source/dir /target/dir
    eend $?
}

stop() {
    ebegin "Unmounting \"/source/dir\""
    umount /target/dir
    eend $?
}
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