Das AntiSpam-Plugin

Da ich mich in Deutschland befinde und auch eine deutsche Webseite betreibe, kommt das mit WordPress mitgelieferte Plugin zur Samabwehr – Akismet – schon mal nicht in Frage. Wieso? Ganz einfach. Dieses Plugin gleicht die Daten des Kommentators mit einem nicht näher definierten Bestand an Daten auf US-amerikanischen Servern ab. Es schickt also Name, E-Mailadresse, Webseite und den Kommentar des Kommentators in die USA und da hat der deutsche Datenschutz etwas dagegen, wenn ich mich recht entsinne.

Daher setze ich persönlich hier auf Antispam Bee von Sergej Müller. Das gleicht nichts mit irgendwelchen Servern ab, sondern nutzt komplett eigene Mechanismen zur Spamabwehr. Auch die Einrichtung des Plugin ist schnell und intuitiv.

WordPress Boardmitel

Diese scheinen viele nicht zu kennen. Werft doch mal in eurem Dashboard einen Blick in Einstellungen -> Diskussion und ihr findet dort viele Möglichkeiten Spam zu verhindern, bzw dessen automatisches Veröffentlichen im Kommentarbereich zu unterbinden.

Da hätten wir zum Beispiel die Option „Bevor der Kommentar erscheint„, hier sollte der Autor zumindest einen genehmigten Kommentar haben. Wenn nicht, landet der Kommentar in der Kommentarmoderation und ihr könnt dann in aller Ruhe entscheiden ob ihr diesen zulasst, löscht oder als Spam markiert.

Auch der Punkt „Kommentarmoderation“ ist interessant. Ziel von Spam ist es doch meistens einen Link zu hinterlassen, gerne auch mehrere. Hier kann nun festgelegt werden, wie viele Links es im Kommentar braucht, damit dieser in der Moderation landet. Unabhängig von den Vorherigen Einstellungen zum Erstkommentar. Und dann hat es da auch noch ein großes Textfeld in welches ihr einzelne Wörter eintragen könnt, die ebenfalls dafür Sorge tragen, dass der Kommentar in der Moderation landet.

Das mächtigste Boardmittel von WordPress zur Spamabwehr ist allerdings die Kommentar-Blacklist. Auch das ist wieder ein Textfeld und arbeitet ähnlich wie das Textfeld bei der Kommentarmoderation. Mit den kleinen Unterschied, dass die Kommentare die hier gefiltert werden,direkt im Spam landen. Mit anderen Worten, hier habt ihr die Möglichkeit einen Komplett eigenen Spamfilter einzurichten. Also E-Mailadressen,Website-URLs, häufig in Spam verwendete Worte oder auch IPs von bekannten Spammern können hier eingetragen werden. Jeweils in einer eigenen Zeile. Und sollte nun eine dieser Zeilen in einem Kommentar zu finden sein, nun ja, der ist dann halt Spam.

Fazit

Es ist also gar nicht so wirklich schwer dem Spam etwas entgegen zu setzen, wenn man weiß wie. Und wenn diese Blacklisten auch gepflegt werden, hat man es ganz schnell ziemlich ruhig. Ich kann nur aus meinen eigenen Erfahrungen sagen, die Kombination aus Antispam Bee und den Blacklisten hilft ganz ausgezeichnet. Ach ja, bevor ich es vergesse, Captchas sind kein Mittel gegen Spam, sondern nur gegen Nutzer :-)

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51 Meinungen zu “Spamabwehr bei WordPress

  1. Hallo H.-Peter,
    bisher hatte ich kein AntiSpam-Plugin installiert, aber jetzt habe ich deinen Rat mit dem Plugin von Sergej Müller umgesetzt. Von ihm nutze ich auch schon WPSeo.
    Captcha ist ebenfalls deaktiviert – als ich dies das letzte Mal gemacht hatte, waren am nächsten Tag allerdings 4 Kommentare vorhanden, die ich gleich als Spam abhaken musste. Für einen Miniblog wie den meinen erschien mir das ganz schön viel.
    Die Einstellung ist bei mir natürlich auch so, dass Kommentare erst veröffentlicht werden, wenn dieser Autor bereits einen genehmigten geschrieben hat.
    Schauen wir mal, was die nächste Zeit so passiert.
    Viele Grüße
    Martina

  2. Hi, also ich hatte mit Akismet bislang noch keine Probleme. Zusätzlich nutze ich noch ein anderes Plugin, welches zusätzlich noch die Datenbank sauber hält.

  3. Äh, eins hab ich nicht verstanden:
    WP kommt doch by-default mit Akismet im Setup/Installer Package und ist doch automatisch installiert/aktiviert?
    Richtig ist das Argument mit dem Datenschutz – aber für irgendeinen Hobbyblog, der gemütlich nebenbei läuft?

  4. Ich nutze das Antispam Bee auch schon seit einiger Zeit und bin sehr zufrieden damit. Ich habe vor allem Probleme mit facebook-Spam, die werden nun automatisch in den Spam geschoben. Täglich landen dank dem Plugin ca. 100 Kommentare automatisch im Spam.

  5. @H.Peter:
    Ne, solche Domainanonymizer Dienste funktionieren ganz einfach:
    Das sind Unternehmen (meist Kanzleien/etc.), die die Domains auf *ihren* Namen registrieren, dann steht im DNS Record „Privacy Protect XY Corp“, diese sitzen dann meistens in Ländern, in denen die westlichen Justizarme keinen Zugriff haben. Somit weiß niemand, wer hinter einer Domain tatsächlich steckt.
    Und wer schickt schon nen juristische Anfrage auf die Virgin Islands ;-)

  6. Hm, benutzt du auch zufällig das Swift Basic Theme? (oder vielleicht das Thesis Theme) sieht auf jedenfall so ähnlich aus wie mein Blog, der aus Swift nutzt. Ich habe meinen Blog erst Samstag erhalten und schon mein ersten Spam Kommentar :).

  7. Das mit Akismet war mir auch nicht bewusst. Ich hatte zuvor in der Tat die Biene im Betrieb, bekam aber immer Mal wieder Probleme. Das ging so weit, dass meine eigenen Antworten auf Kommentare nicht gepostet wurden, da die Biene das als Spam einstufte. Wenn ich als Betreiber mit einem 100% sauberen Kommentar schon geblockt werde, wollte ich mir nicht ausmachen, wie viele meiner Leser dann geblockt werden.

  8. Hallo,

    ich bin wegen der datenschutzrechtlichen Bedenken ebenfalls von Akismet auf AntispamBee umgestiegen und absolut zufrieden damit. Einzig beim Theme-Testen hab ich mich mal gewundert, dass keine Kommentare gespeichert werden – ich hatte als Kommentar nur Wortsalat eingetippt und das Plugin hat ihn daher sofort in den Spam geschickt. ;)

  9. Ich schließe mich H.-Peter an und kann Antispam-Bee vorbehaltlos weiterempfehlen. Ich nutze das PI seit einigen Jahren für einen stärker frequentierten Gaming-Blog und fahre sehr gut damit.

    In meinem kleineren Privatblog verzichte ich allerdings (noch) darauf, weil ich mich ja sogar darüber freue, dass wenigstens mal ein Spambot vorbei schaut :P

    Ganz allgemein finde ich die Einrichtung von Askimet mit API-Key etc. sowieso relativ umständlich..

  10. Hallo H-Peter,
    ich hätte noch eine Frage zur Fehlerquote beim Spam-Bee. Mit Akiskmet komme ich da auf eine Fehlerquote von unter 0.5 %, kann da Spam-Bee mithalten oder nicht?
    Denke mit einem Hinweis auf Akismet ist man beim Thema Datenschutz auf der sicheren Seite, schließlich zwinge ich ja niemanden zu kommentieren.
    Gut ist der Hinweis auf die manuelle Blacklist, bei der man vor allem auch ganze Länder ausschließen kann. Gerade unsere Freunde aus Russland und China sind da teilweise sehr fleißig und können so ausgeschlossen werden.

    Gruß

    Marc

  11. Ich kann Antispam Bee auch wirklich nur empfehlen. Wenn man dann aktiviert, dass nur Kommentare in eigener Sprache akzeptiert werden wird das ganze noch sicherer. Zusätzlich kann man den deutschsprachigen Raum noch auswählen (falls es kein internationaler blog ist) und man ist noch einen ticken sicherer…

    Das Captchas gegen Nutzer sind und nicht gegen Bots stimmt ^^..
    Ich verfluche jedes mal Google Captchas auf dem höchsten Grad.

  12. Hallo,
    danke für den Beitrag!!! Ich habe bis vor drei Tagen Unmengen von SPam bekommen. Ich dachte, das wäre mit dem vorinstallierten Akismet alles durch WordPress geregelt, aber Pustekuchen. Habe dann ein wenig gegoogelt und bin hier gelandet. Und was soll ich sagen: Habe dieses Plugin AntispamBee installiert und alles ist gut :-) Ganz einfach, sogar für solche Laien wie mich :-) Danke!!!

  13. Ich nutze seit ca. 3 Wochen Antispam Bee und bin sehr zufrieden.
    Es ist sehr übersichtlich, leicht zu bedienen und effektiv.

    Das Akismet sich nicht an den deutschen Datenschutz hält war mir bislang noch nicht bekannt. Ehrlich gesagt bin ich sehr froh, dass ich diesen Blog gefunden habe.

    Das bestätigt meine richtige Wahl eines Spamschutz-Plugin.

    Dafür Vielen Dank!

  14. Ich bin jetzt etwas erstaunt. das akismet die daten so umfangreich in die staaten schickt wusste ich garnicht aber ist auch irgendwie logisch.

    damit habe ich mich noch garnicht befasst, da muss man wohl doch nochmal umdenken und auf sergej sein Plugin setzen.

  15. Hallo und danke für den Artikel. Ich habe bisher nur Captcha genutzt. Das Akismet Plugin ist zwar schon vorinstalliert, aber ich habe mich damit noch nie beschäftigt. Ich werde aber auf jeden Fall gleich das hier empfohlene Plugin austesten. Wie man so schön sagt: Man lernt nie aus:)

  16. Ich breche hier nur ganz kurz eine Lanze für eine englisch-sprachige Alternative, das Plugin namens „Spam Karma 2“ sorgt bei mir seit geraumer Zeit für volle Papierkörbe und hat bislang noch keinen Fehlschuss geliefert. Allerdings gerät auch schonmal ein Spamkommentar in die Moderation (aber eben NICHT ungestraft in die Kommentare). Trotzdem, wem die Biene aus irgendeinem Grund nicht zusagen sollte – ich kann auch SK2 wärmstens empfehlen. Ich benutze es, seit ich mich von Akisment getrennt habe (das sind dann mittlerweile geschätzte 2 Jahre) und bin damit ebenfalls rundum zufrieden.

    Von jedwedem CAPTCHA rate ich auch dringend ab – komplexe Versionen haben den Nachteil, dass es Kommentatoren-in-Spe abschreckt (wenn ich ein Captcha zweimal neu geladen habe, ohne es entziffern zu können, hat das Blog / die Webseite einfach Pech gehabt) und einfachere Varianten (wie oben erwähnte Rechenaufgaben) hindern Spambots nicht im Mindesten daran, ihren Wust trotzdem abzuladen. ;) Ein spezialisiertes Plugin ist definitiv die bessere Alternative.

  17. Ich selbst halte auch nichts von Lösungen, welche am Benutzer hängenbleiben. Die Reduzierung von Spam obliegt dem Admin, nicht dem Besucher. Aber wer mag, kann seine Besucher ja noch auf viele andere Arten nerven und verärgern.

    Das im deutschsprachigen Raum oftmals Akismet beworben wird, finde ich eine Schande. Genauso wie man gerne die Integration von Google-Analytics beschreibt, ohne zu erwähnen, das die IP entsprechend unkenntlich gemacht werden muss, um den Datenschutzbestimmungen zu genügen. Wenn schon Tipps geben, dann doch bitte keine rechtlich bedenklichen. Sehr bedauerlich…

    Bisher habe ich Spam manuell aussortiert. Da das Spamaufkommen nun aber bei mir stetig steigt, bin ich dankbar für die Empfehlung von Sergejs Plugin. Werde ich mir mal anschauen. Ich bedanke mich und verbleibe mit Grüßen!

  18. Nutze für den Blog meines online-shops jetzt auch seit kurzem Antispam Bee und kann es wirklich nur weiter empfehlen.

    Endlich mal ein Spamschutz der seinem Namen gerecht wird.

    Vielen Dank für den Hinweis.

    Gruß Jonas

  19. Spätestens seitdem ich das Akismet-Plugin deaktivieren musste weis ich eine ordentliche Abwehr gegen die Spam-Flut sehr zu schätzen. :)
    An den Punkt mit dem Datenschutz habe ich bisher garnicht gedacht!

  20. Hallo H.-Peter!
    Ich habe auch Probleme mit Spam auf einem eigenen WordPress Blog gehabt, und dann dank deiner Empfehlung das Plugin „Antispam Bee“ mal probiert. Finde es richtig klasse ;)
    Das mit Akismet und dem deutschen Datenschutz war mir aber neu, naja – habe es ja zum Glück nie verwendet :P

  21. Ich weiß nicht ob das jetzt mit dem Datenschutz wirklich so entscheidend ist… manchmal habe ich das Gefühl das man es auch übertreiben kann. Wie sieht es denn mit den ganzen Google Diensten aus – wie z.B. Webmastertools?

    Dennoch werde ich mal über Deine Alternative nachdenken.

    Viele Grüsse
    Alexander

  22. Hi,

    ich bin vor kurzem auch aufv AntspamBee umgestiegen.
    Zuvor klappte es eigentlich mit den mitgelieferten Boardmitteln (Askimet) schon recht gut. Mittlerwweile passt aber (zumindest bei mir) irgendetwas nicht mehr so das ich mehr und mehr Korrekturen von Askimet vornehmen musste.

    Capchas sind ätzend…. die habe ich ebenfalls komplett verbannt.
    Wie Du schon sagtest … die helfen mehr gegen Kommentatoren die es ernst meinen als gegen Spam.

    Aber so lange das Spam-Aufkommen sich auf dem momentanen Level hält will ich mich mal nicht beschweren.

  23. Ich bin erst seit kurzem dabei. Dennoch benutze ich sowohl für den Blog-Teil als auch für den Fotoblog-Teil meiner Seite die Boardmittel von WordPress. Der Aufwand hielt sich bis jetzt in Grenzen. Vielleicht liegt es daran, dass ich von vornherein die Kommentare auf dofollow umgestellt habe. Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich fast alles so umgesetzt wie H.-Peter es beschrieben hat. Ob ich in Zukunft „Antispam Bee“ brauche wird sich zeigen. Interessent ist es allemal.

  24. Hi,
    ich bin noch recht neu in der Blogger-Gemeinde und absolut froh, dass ich über deine Seite gestolpert bin! Vielen Dank für die Tipps und Links, sie haben mir sehr weitergeholfen!

    P.S.: Kann deine Empfehlung zu Antispam Bee nur teilen, ist auch mein Favorit.

    Gruß,
    Daniel

  25. Nachdem ich einen Blog ohne Anti-Spammaßnahmen habe einfach laufen lassen, wurde der Internetauftritt innerhalb kürzester Zeit mit Spam geflutet.

    Seitdem ich jedoch ein schickes Captcha – ich weiß gegensätzliche Meinung – eingesetzt habe herrscht Ruhe.

    Eine kleine Rechenaufgabe oder das Ablesen bestimmter Buchstabengruppen trägt zur geistigen Ermunterung bei und muss nicht zwangsläufig gegen die Besucher gerichtet sein.

  26. Hallo,
    also ich muss sagen ich war bis jetzt echt immer sehr zufrieden mit Akisment. Ich bin jedoch der Meinung das man noch durch weitere Datenschutz programme seinen Daten sichern beziehungsweise schützen sollte.

  27. Gibt es auch Plugins, die Spam-Informationen über Datenbanken beziehen und aktuell halten? Oder lernen die besagten Plugins nur über die eigene Blacklist?

  28. Danke für den super Tipp. Ich habe ihn mir gleich zu Herzen genommen und AntiSpamBee installiert. Der Spam nahm schon Überhand auf meinem Blog. Das war ziemlich nervig. Aber mit ein paar Änderungen an den Plugin Einstellung funktioniert das wunderbar.

  29. Captchas sind gar nicht mal schlecht, wenn man weiß wie Spamsoftware arbeitet schützen nämlich oft schon simple Varianten recht wirksam, ohne Nutzer zu belästigen.

    Falsch: Jede Standardlösung, Bildcaptchas, Rechencaptchas.
    Richtig: Individuelles Feld mit einer simplen aber ungewöhnlichen Frage. Schnell und einfach auszufüllen, kaum ein Spammer macht sich die Mühe per Hand Fragen & Antworten zu definieren, nur um auf wenigen zusätzlichen Seiten seinen Müll abzuladen.

  30. Hallo,
    ich habe Akismet mit dem Zusatz Plugin:
    Achtung: Ich erkläre mich damit einverstanden, dass alle eingegebenen Daten und meine IP-Adresse nur zum Zweck der Spamvermeidung durch das Programm Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden.
    Unter meiner Datenschutzerklärung sind weitere Informationen zu Akismet und Widerrufsmöglichkeiten zu finden.
    Am Laufen, reicht das nicht bzgl Datenschutz?

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