Warum Glaubensfrage?

Nun, so ziemlich jeder Internetnutzer bevorzugt einen der vielen Browser, welche mittlerweile im Angebot sind. Jeder von ihnen hat Vor- und Nachteile, dass lässt sich nicht abstreiten. Der eine ist besonders schnell, der andre lässt sich bestens erweitern und noch ein andrer ist meist eh vorinstalliert.

Nun hat jeder Nutzer natürlich eigene Vorlieben. Einer will es eben besonders schnell, der andre möchte den Browser selbst erweitern und so an seine Bedürfnisse anpassen und jemand ganz anderes möchte es eigentlich ganz einfach und sich darum nicht wirklich Gedanken machen müssen. Und viele dieser Nutzer verteidigen „ihren“ Browser dann meist auch als den „einzig Wahren“, gerne auch in relativ unsachlichen „Diskussionen“.

Welchen Browser nutze ich und warum?

Ok, ich persönlich bevorzuge den Firefox. Dies hat mehrere Gründe. Zum Einen ist er Opensource, was ich sehr unterstütze. Zum Anderen ist er an kein Betriebssystem gebunden. Soll heißen, der läuft überall, ob nun auf Linux, MacOS oder Windows.

Da ich selbst überzeugter Linux-Nutzer bin (ich weiß, schon die nächste Glaubensfrage) kommt für mich der Internet-Explorer schon mal gar nicht in Frage, weil er schlichtweg nicht läuft, da dieser an Windows gebunden ist. In „früheren“ Zeiten habe ich recht lange Opera genutzt, welcher sich bei mir aber ab Version 7 wegen seinem unschönen Caching unbeliebt gemacht hat. So landete ich bei Firefox.

Natürlich kam dann vor einiger Zeit auch der Hype um Googles Chrome auf, welcher aktuell in Version 8.0.552.237 (lt. @bohncore) vorliegt. Was viele nicht wissen, Google hat diesen Browser nicht selbst entwickelt, sondern lediglich den quelloffenen Chromium umgestrickt und mit etwas eigenen Code versehen. Letzteres natürlich nur laut Gerüchten. Dadurch hat Chromium natürlich auch etwas Öffentlichkeit bekommen, aber immer noch gilt, Chrome ist nicht Chromium. Diesem Hype konnte ich mich auch nicht verschließen und habe also Chromium auch mal ausprobiert, und musste feststellen, dass Google da in den Versionen etwas hinterherhinkt, denn der liegt aktuell in Version 10.0.634.0 vor. Ich musste feststellen, dass dies ein recht schneller Browser ist, der sehr minimalistisch daher kommt. Gewöhnungsbedürftig also, da der Look so komplett vom Gewohnten abwich. Aber so wirklich konnte der mich seinerzeit nicht überzeugen.

Welche Addons, Design und Toolbars nutzte ich?

Da kommt ne ganze Latte zusammen zu mindestens bei den Addons. Aber bleiben wir einfach mal bei den wichtigsten für mich.

Addons

An erster Stelle wäre da der Firebug, ohne den geht bei mir gar nichts. Der hilft mir bei meinem täglichen Job. Mit Hilfe dieses Addons lassen sich Fehler schnell finden, HTML, JavaScript, CSS und so weiter während der Laufzeit ändern und so ist das Ergebnis sofort sichtbar.

Dicht gefolgt von FireGestures, womit sich der Browser fast komplett über Mausgesten steuern lässt, wie ich sie schon aus Zeiten mit Opera her kannte und dort sehr lieb gewonnen habe. Geht einfach schneller als mit Tastatur oder wenn man erst irgendwelche Buttons suchen muss.

Dann gibt es da noch so kleine Helferchen wie pdfit mit dessen Hilfe sich ein Screenshot der Webseite (sichtbarer Bereich oder gesamte Seite) als PDF oder JPG abspeichern lässt. Auch PlasmaNotify ist mit an Board. Dadurch werden die Meldungen, die Firefox gelegentlich mal übermittelt von KNotify ausgegeben, sieht einfach schöner aus bei KDE. Und wenn mir der Browser mal etwas im Weg rumsteht, oder meine Taskleiste mal wieder etwas überfüllt ist, hilft mir MinimizeToTray Plus um den Fuchs nur noch als Trayicon zu sehen. Funktioniert übrigens auch beim Thunderbird. (Mit den neuen Versionen von Firefox und Thunderbird hat sich dies leider erledigt)

Toolbars

Na da gibt es eigentlich nur ein. Die Webdeveloper Toolbar. Mit dieser hab ich nen recht mächtiges Werkzeug, welches mir bei der Entwicklung von Webseiten hilft, zur Hand. Ansonsten stehe ich nicht so auf Toolbars, da sie einem nur Platz im Browser wegnehmen. Ja, man kann sie verstecken, aber jeden Mal wenn man sie dann braucht, diese erst wieder umständlich hervorzaubern?

Design

Auch hier kommt nur ein einziges zum Einsatz – KFirefox. Dadurch wird der Firefox vom Design her komplett in mein KDE eingefügt und sieht nun wirklich so aus, als würde er dazu gehören.

Vor- und Nachteile von Browsern

Die Vor- und vor allem Nachteile bekommen gerade all Jene zu spüren, deren Job es ist, Webpräsenzen – egal welcher Form – zu erstellen. Denn die Darstellung einer Webseite übernimmt bei jedem Browser eine sogenannte Renderingengine. Davon gibt es verschiedene, je nach Browser. Prinzipiell unterscheidet man hier zwischen Gecko, Webkit, KHTML, Trident und Presto, um nur mal die bekanntesten Beispiel zu nennen. Nach diesen Engines werden die Browser eingeteilt auch werden dadurch die Fähigkeiten des Browser definiert, denn nicht jede Engine kann das Selbe, gerade was die Interpretation von Quelltext und CSS und somit auch die Darstellung der Seite anbelangt. Da gibt es gravierende Unterschiede.

Auf diese Unterschiede möchte ich im Einzelnen nicht näher eingehen, da sie im Allgemeinen nicht den Nutzer selbst betreffen, sondern hauptsächlich die Webentwickler und die kennen ihre „Pappenheimer“ und wissen wie sie damit umgehen müssen. Sicher ist jedoch, das die eine oder andere dieser Zunft das Leben bzw. die Arbeit recht schwer macht.

Welcher Browser ist nach meinen Erfahrung gut und welche zicken eher rum?

Nun, auf diese Frage kann ich keine wirklich neutrale Antwort geben, denn dann hätten wir hier schnell den übrlichen Browserkrieg wohl auch hier im Blog. Auch gibt es da auch keine korrekte Antwort drauf, denn wie wir etwas weiter oben gelernt haben, liegt es nicht an den Browsern, sondern an der Renderingengine. Somit liegen die Macken eines Browsers nicht am Browser selbst, sondern an der verwendeten Engine.

Letztlich muss jeder selbst für sich den Browser finden, mit dem er am besten klar kommt, der Markt ist groß und es gibt viele Browser. Auf meinem System sind selbst mehrere installiert, darunter auch einige exotische Kandidaten, wie zum Beispiel Kazhakase, Galeon, Midori und so weiter.

In diesem Sinne, euch allen ein schönes Wochenende.

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5 Meinungen zu “Webmaster-Friday: Die Browserreligion und die ewige Diskussion

  1. Gute Idee Dieser Webmaster Friday :) und auch ein interessanter Artikel! Ich bevorzuge Firefox aufgrund der vielen Addons und Themes, aber Safari hatte ich auch schonmal auf windows und na ja ich liebe zwar die Favoritenauswahl in der 3D Ansicht aber aus irgend einem Grund ist bei mir Safar total langsam ^^

  2. Was viele nicht wissen, Google hat diesen Browser nicht selbst entwickelt, sondern lediglich den quelloffenen Chromium umgestrickt und mit etwas eigenen Code versehen. Letzteres natürlich nur laut Gerüchten. Dadurch hat Chromium natürlich auch etwas Öffentlichkeit bekommen, aber immer noch gilt, Chrome ist nicht Chromium. Diesem Hype konnte ich mich auch nicht verschließen und habe also Chromium auch mal ausprobiert, und musste feststellen, dass Google da in den Versionen etwas hinterherhinkt, denn der liegt aktuell in Version 10.0.634.0 vor.

    Äh, wie? Hier wird einiges verdreht. Chromium ist einfach der Großteil des von Google entwickelten Chrome Browsers, nicht umgedreht. Steht z. B. in der Wikipedia. Das der Chrome Browser von Google hier scheinbar „hinterherhinkt“, liegt einfach darin, das Chromium auf Entwicklungscode basiert, sprich quasi eine Betaversion ist, ein Preview oder wie man das auch immer nennen mag, während der Chrome Browser die momentane stabile, offizielle Version darstellt, die natürlich nicht so weit fortgeschritten wie die Entwicklerversion ist.

  3. Nun, vielleicht sollte man auch nach Chromium suchen und nicht nach Chrome. Dort beachten man Punkt zwei der Begriffserklärung. Mit andern Worten, Google Chrome setzt auf Chromium auf.

    Stand auch ne ganze Weile in der Startseite des Chromium-Browsers unter Gentoo, dass es sich nicht um den Google Chrome handelt, sondern um das eigentliche Projekt, welches von Google zu Chrome portiert wurde.

    • Präzise so bin ich auch auf die von mir verlinkte Wikipedia-Seite gekommen, über die Chromium-Erklärung. Ich würde diesen einen Satz auf dieser Erklärungsseite von Wikipedia jetzt nicht so auf die Goldwaage legen. Natürlich ist Chromium die Basis von Chrome Browser, aber Chromium ist kein Open-Source-Projekt, dass von Google aufgebohrt wurde. Chromium hat vor dem Chrome Browser nicht existiert, es ist quasi beides von Google zur gleichen Zeit entwickelt worden. Noch genauer steht das natürlich in der englischen Wikipedia. Google gibt das, was sie freigeben können/wollen, als Chromium frei, einige Bestandteile, die zum Bau des Chrome Browsers notwendig sind, aber nicht, wahrscheinlich Lizenzgründe oder so.

      Was auf der Startseite des Chromium-Browsers von Gentoo genau stand, weiß ich nicht, wenn ich gemein wäre, könnte ich sagen, dass es dort nicht mehr steht, hat vielleicht etwas zu bedeuten ;)

      Falls du immer noch nicht glaubst, dass Chromium von Google ist, schau dir an, was Whois über chromium.org weiß:

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      Domain Name:CHROMIUM.ORG
      Created On:22-May-2002 18:09:48 UTC
      Last Updated On:21-Jan-2009 15:36:09 UTC
      Expiration Date:22-May-2011 18:09:48 UTC
      Sponsoring Registrar:MarkMonitor Inc. (R37-LROR)
      Status:CLIENT DELETE PROHIBITED
      Status:CLIENT TRANSFER PROHIBITED
      Status:CLIENT UPDATE PROHIBITED
      Registrant ID:mmr-2383
      Registrant Name:DNS Admin
      Registrant Organization:Google Inc.
      Registrant Street1:1600 Amphitheatre Parkway
      Registrant Street2:
      Registrant Street3:
      Registrant City:Mountain View

      Wenn es Chromium ohne Google gäbe, und Google sich nur den Quellcode nimmt, bisschen erweitert und dann als Chrome Browser vertreibt, dann wäre chromium.org nicht im Besitze von Google.

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