Warum Backups?

Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten.
Weil es stimmt !!!

Ok, zugegeben, die Antwort ist nicht gerade sehr qualifiziert, aber ich dachte, ich erspare hier lange Abhandlungen über das Für und Wider von Datensicherungen. Wobei, ein Wider gibt es da eigentlich nicht, denn jede Art von Daten ist es irgendwie wert gesichert zu sein.

Ob man nun seine eigenen Projektdaten sichert – seien es erstellte Webseiten oder ganze Datenbanken – ist natürlich letztendlich jedem selbst überlassen. Es soll ja Leute geben, die das Risiko lieben, oder einfach glauben ihren Daten wird schon nichts passieren, was wiederum ein fataler Irrglaube ist.

Ist mein Blog ein Backup wert?

Absolut JA !!!
Natürlich ist es das. In diesem Blog stecken viele Artikel, viele Ideen und Lösungen. Es soll im Netz eine Informationsquelle werden/darstellen. Also müssen diese Daten in regelmäßigen Abständen gesichert werden.

Auch habe ich viel Arbeit hier hinein gesteckt, selbst wenn es auf den ersten Blick doch recht schlicht wirkt und nicht danach aussieht. Aber Anpassungen am Blogtheme, eingebundene Scripte und Plugins, welche teilweise von mir selbst stammen und so weiter und so fort …

Welche Backups werden gemacht?

Einerseits wird hier täglich die Datenbank gesichert, denn sie ist das Wichtigste, quasi das Herz dieses Blogs. Wäre diese verloren, wären auch alle Artikel und Einstellungen ebenfalls weg. Dies erledigt ein nettes Plugin für mich.

Natürlich darf man auch die Dateien selbst nicht vergessen.. Also jene, die sich auf dem Server befinden. Ich rede da nicht nur vom Pluginverzeichnis, oder den Bilder, Uploads oder dem Theme. Nein, hier wird alles gesichert, das komplette Blogverzeichnis. Das geht bei mir schon automatisch, da ich recht viel in den Dateien „rumwühle“. Dazu habe ich auf meinem Laptop ein eigenes Testsystem aufgebaut, welches zu diesem hier absolut identisch ist. So komme ich nicht in die Verlegenheit alle x Tage das komplette Blogverzeichnis vom Server laden zu müssen, da ich es ja schon habe, auf dem Laptop. Und nur was im Testsystem funktioniert, wird auf den Server geladen. Man könnte also sagen, hier ist mein Backup vom Testsystem :-)

Habe ich lernen müssen?

Definitiv JA !!
Natürlich habe auch ich dies erst an Hand einiger einschneidender Erfahrungen lernen müssen. Auch ich war einst so blauäugig und dachte mir immer wieder, dass schon nichts passieren wird. Bis …..

Ja, bis dann eins Tages das Chaos perfekt war, und meine Daten weg. Dies kann immer wieder passieren und niemand ist davor sicher. Festplatten können kaputt gehen, Computer gänzlich den Dienst verweigern und so weiter. Auch Server können ausfallen oder durch einen Fehler das vermeindlich sichere RAID-System falsch aufsynchronisieren. Der Datenverlust ist nicht immer gering, ab und an ist dieser dann sogar finanziell messbar. Ok, diesen Fall hatte ich bisher zum Glück noch nicht. *auf Holz klopf*

Und in solch einem Fall ist es dann ein wirklicher Segen, wenn man ein aktuelles Backup hat, welches man nur noch wieder zurück spielen muss und alles läuft wieder.

Fazit:

Ohne Backups geht es absolut nicht, gerade was Archive wie Weblogs angeht. Backups liegen in den meisten Fällen völlig ungebraucht und „nutzlos“ auf einem Speichermedium herum, fressen Platz und werden im Idealfall nie gebraucht. Doch, wie wir sicherlich alle wissen, den Idealfall gibt es nicht. Irgendwann ist es so weit, irgendwann kommt der Moment, wo alles futsch ist und dann ist man wirklich froh eine Sicherung zu haben.

Ach ja, mein liebstes Ereignis aus meiner Zeit als Mitarbeiter des 1st-Level-Supports eines PC-Herstellers:

Kunde rief an:

Hilfe, ich habe das Internet gelöscht !!!

In diesem Sinne, immer schön alle Daten sichern.

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9 Meinungen zu “Webmaster-Friday: Sprichst Du fließend Backup?

  1. Jep, Backups sind nötig, ich selber mache das bisher leider nur sporadisch, sollte mein Plugin so einstellen, dass es einmal am Tag ein DB-Backup macht. Danke für die Anregung

  2. Hey Michael,

    Kein Thema.
    Ich habe beruflich recht viel mit dem Thema zu tun. Besagter RAID-Fehler war bei einem Kunden. Und Du wirst es sicherlich schon erraten. KEINE Backups, zumindest nicht beim Kunden. Aber wir konnten aushelfen, auch wenn nicht mit ganz aktuellen Daten aus unserem Testsystem.
    So war zu mindestens das Grundsystem wieder hergestellt. Die Datenbanken waren natürlich dennoch leer.

  3. „Hilfe, ich habe das Internet gelöscht !!!“

    LOL, aber ich glaube, sowas würde ich auch hinkriegen. Ich lösche immer alles, was mir im Weg ist und nach Unordnung aussieht. Später wundere ich mich dann, wenn was nicht mehr funktioniert. *gg*

  4. Ja, was glaubst Du wie mir das ging, als der mir das quasi als Begrüßung entgegen rief.
    Ich musste wirklich geschlagene 5 Sekunden überlegen was ich am besten antworte. Ich schwankte zwischen einem erstaunt empörtem „Ach SIE waren das?!?!“ und einem beruhigenden „Nicht weiter tragisch, wir haben ein Backup.“ Ich entschied mich dann für Letzteres und schaltete ihn zum Techniker weiter.

  5. Ich finde das Thema Backup allgemein sehr interessant, da es von vielen Leuten sehr vernachlässigt wird, obwohl man ein anständiges Backup-Konzept meist schnell entworfen hat.

    Ich selber sichere die Projekte auf meinem VServer mit einem Bash-Script lokal und mit Rsync zugleich dann noch auf mein NAS Zuhause.

  6. Moin Helmut-Peter,
    ohne Datensicherung geht es einfach nicht mehr. Ich denke, diesen Fall hat jeder, zumindest schonmal im Freundeskreis erlebt. ALLE Daten sind weg! Wir gehen da auch auf Nummer sicher. Bei uns selbst und unseren Kunden gibt es mehrere Sicherungsinstanzen. 1. Der Entwickler-PC, 2. eine exteren Festplatte mit Cronjob und rsync, 3. den Webserver und 4. die Onlinedatensicherung auf einen weiteren Server, ebenfalls mit rsync. Dieser generiert wöchentlich dann wiederum einen Snapshot der Daten. Alle Datenbanken werden nochmal separat gesichert. Wir hoffen, dass wir so niemals einen totalen Datenverlust erleiden müssen. Nichts ist schlimmer, als seinen eigenen produzierten Daten zu verlieren. Ein wirklich graumsamer Gedanke.
    In diesem Sinne Euch alles Gute

  7. Hallo Shoptrainer,

    Oh ja, nichts ist schlimmer als verlorene Kundendaten. Wobei noch geklärt werden muss, für wen das schlimmer ist, für den Kunden oder für den Dienstleister. Für den Kunden sind seine Daten weg. Im „Idealfall“ jedoch die, die er noch nicht hatte. Das wiederum ist der Worst Case für den Dienstleister, der muss noch mal von vorne anfangen, ohne dies bezahlt zu bekommen. Natürlich, sofern der Kunde es mitbekommt, verliert der Dienstleister unter Umständen auch das Vetrauen des Kunden, der sich dann eventuell einen neuen Dienstleister sucht.

    Euer Sicherungssystem klingt schon nach viel Erfahrung und klingt recht ausfallsicher. Ähnlich funktioniert es auch bei uns. Auch wir haben die erste Sicherung auf den Rechnern der Entwickler. Parallel dazu, da auch mehrere Kollegen an einem Projekt / Kunden arbeiten auch noch im CVS. (Bitte keine Diskussion ob CVS, SVN oder Git besser ist. Ist nicht unsere Entscheidung.) Dann gibt es da noch das Stage-System, Quasi das System wo Entwicklung und Kunde beide drauf schauen können.

    Für kundeninterne Datenbanken, also Intranetlösungen des Kunden ist dann letztendlich natürlich der Kunde selbst zuständig, diese zu sichern, Dort hört dann unsere „Pflicht“ auf. Hat den ganz einfachen Grund. Datenschutz, wir haben einen direkten Zugriff auf das Netz des Kunden. Nur in absoluten Notfällen via Deskshare auf Einladung.

    Aber unterm Strich denke ich das auch unsere Backuplösungen recht sicher sind, denn natürlich kann ein Rechner ausfallen. Das aber parallel dazu auch noch die Rechner der andern Kollegen ausfallen und der CVS-Server inklusive Staging-System ist dann doch eher unwahrscheinlich.

    In diesem Sinne.

  8. Habe das Thema bisher auch vor mir her geschoben. Denke das sollte ich jetzt endlich mal ändern, bevor ich mein Internet lösche…

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