Um die Tagcloud von WordPress zu beeinflussen, muss man zunächst einmal wissen, wie diese aufgebaut ist, also welche Optionen überhaupt möglich sind und wie diese aufgerufen werden.

Anpassung der Tagcloud im Theme

Der generelle Aufruf der TagCloud geschieht mittels

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<?php wp_tag_cloud($args); ?>

Wie hier unschwer zu erkennen nicht, sind verschiedene Argumente ($args) erlaubt und wer bissle englisch kann, dem muss auch nimmer erklärt werden, was die einzelnen Argumente bedeuten.

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$args = array(
    'smallest' => 8,                // The smallest tag (lowest count) is shown at size 8
    'largest' => 22,                // The largest tag (highest count) is shown at size 22
    'unit' => 'pt',                 // Describes 'pt' (point) as the font-size unit for the smallest and largest values
    'number' => 45,                 // Displays at most 45 tags
    'format' => 'flat',             // Displays the tags in flat (separated by whitespace) style
    'separator' => "\n",            // Displays whitespace between tags
    'orderby' => 'name',            // Order the tags by name
    'order' => 'ASC',               // Sort the tags in ASCENDING fashion
    'exclude' => '',                // Exclude no tags
    'include' => '',                // Include all tags
    'topic_count_text_callback' => 'default_topic_count_text', // Uses function default_topic_count_text
    'link' => 'view',               // view
    'taxonomy' => 'post_tag',       // Use post tags for basis of cloud
    'echo' => true                  // echo the results
);

Somit hätten wir die Tagcloud, wie sie im Theme selbst eingebunden werden kann. Also der Weg für Themeentwickler.

Anpassung der Tagcloud im Widget

Natürlich bietet WordPress von sich aus ein Widget, welches die Tagcloud darstellen kann und in einer der viele Widgetareas eingebunden werden kann. Auch hier ist es möglich das Verhalten und Aussehen der Tagcloud zu beeinflussen. Hierfür stell WordPress eigens einen Filter zur Verfügung, welcher den schönen Namen widget_tag_cloud_args trägt. An diesen kann man sich mittels einer kleinen Funktion, welche in der functions.php des Themes hinterlegt wird, dranhängen.

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/**
 * Tagclound anpassen.
 *
 * @param array $args
 */

if(!function_exists('my_tag_cloud')) {
    function my_tag_cloud($args = array()) {
        $args['smallest'] = 8; // Smalles font size
        $args['largest'] = 12; // Largest font size
        $args['unit'] = 'pt'; // Font size unit (pt, px, em)

        return $args;
    } // END function my_tag_cloud($args = array())

    add_filter('widget_tag_cloud_args', 'my_tag_cloud', 90);
} // END if(!function_exists('my_tag_cloud'))

Die Argumente sind die Gleichen wie in der Templatevariante oben. Also

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$args['smallest'] = 8;
$args['largest'] = 12;
$args['unit'] = 'pt';
$args['number'] = 45;
$args['format'] = 'flat';
$args['separator'] = "\n";
$args['orderby'] = 'name';
$args['order'] = 'ASC';
$args['exclude'] = '';
$args['include'] = '';
$args['topic_count_text_callback'] = 'default_topic_count_text';
$args['link'] = 'view';
$args['taxonomy'] = 'post_tag';
$args['echo'] = true;

Nun kann eigentlich jeder sich seine Tagcloud anpassen wie er es gerne möchte.
Eine genaue Beschreibung der einzelnen Elemente und einige Anwendungsbeispiele findet ihr natürlich wie immer in der Funktionsrefenz zu wp_tag_cloud im WordPress Codex.

Ich wünsche viel Spaß dabei :-)

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13 Meinungen zu “WordPress: Tagcloud anpassen

  1. Toller Artikel! Ich wollte mich sowieso noch Seotechnisch mit diesem Thema befassen. Denkst du Fassung mittels der Tagcloud Google beeinflussen kannst in Hinsicht auf die Schlagwörter mit denen Google für dich rankt?

  2. Denkst du Fassung mittels der Tagcloud Google beeinflussen kannst

    Also, das Wortkonstrukt musst Du mir noch mal erklären, daraus werde ich nicht schlau. ^^

    Aber ich bin der Meinung, dass die Tagcloud für Google weniger interessant ist, da sie letztlich nur eine Ansammlung an Links ohne Wertung ist und im Quelltext aus zu weit unten steht. Keine h1 – h6 drin, also keine für Suchmaschinen erkennbare Gewichtung der einzelnen Tags und so weiter. Aber ich bin natürlich kein SEO und man möge mich da eines Besseren belehren.

  3. Ich bin bestimmt kein SEO, aber ich denke auch, dass die Gestaltung der Tag Cloud und der dort verwendeten Tags selbst für die Suchmaschinen kaum noch eine Rolle spielt. Was natürlich nicht zu verachten ist, ist die interne Verlinkung, bei der die Tag Cloud wichtige Dienste leisten kann.

    @Peter: Wie immer, super Artikel ;-)

  4. Hallo,

    ich habe aktuell gerade das Problem bei einem Theme, das die Tagcloud eine andere Schriftart hat, als der Rest der Sidebar/Widgets. Kann man diese auch beeinflussen?

  5. Irgendwie scheint die Tagcloud doch sowieso “out” zu sein!? Früher war sie auf fast jedem Blog zu finden, heute kaum noch. Für die interne Verlinkung ist es ohnehin sinnvoller, wenn man bei Artikeln auf andere (thematisch änhliche) Beiträge verlinkt.
    Ist ja auch bezeichnend, dass die Tagcloud noch nichtmal auf einem Blog, in dem es um ihre Anpassung geht, erscheint. ;-)

  6. Hallo HPP! Das ist ein echt schöner Artikel. Ich muss oft in den Source von WP für Theme-Anpassungen und da stolpert man auch über die Tagcloud. Damit ist das ein durchaus spannender Artikel, vielen Dank dafür. Im Source landet man aber oft weil die Themes so selbst definierte Variabeln nutzen, die offiziellen sind sowieos das Beste…und Updatesicher….

  7. Hallo H.-Peter,

    den Code habe ich in die »functions.php« meines Child-Themes eingebaut und nach Korrektur des Tippfehlers in Zeile 15

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    ma_tag_cloud

    - ma habe ich in my geändert – klappt es hervorragend. Die Anzeige ist genau so, wie ich sie will.

    Danke. :-)

    LG + schöne Feiertage
    Martina

  8. Genau das kann ich grad gut gebrauchen, super. Es freut mich hier klasse Plug-ins und solche Tipps aus einer Hand zu bekommen, danke dafür!

  9. Servus zusammen!
    So eine kleine Anleitung, um den WP-Blog etwas zu frisieren, ist immer willkommen! Es gibt zwar auch Plugins für Tag-Clouds, aber wenn man es selbst kontrollieren kann, macht die Sache doch mehr Spaß – und die WP-Installation bleibt sicherer.

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