Aber was ist Streetview eigentlich?

Im Grunde nicht anderes als eine Erweiterung des schon seit langem bestehenden Kartendienstes Google Maps. Nur das man dank Streetview die Möglichkeit hat, diese Karte in 3D zu sehen. Somit kann man virtuelle Spaziergänge durch fremde Städte unternehmen, ohne lange Anreisen. Um dies zu ermöglichen fährt Google mit speziell ausgerüsteten Kamerafahrzeugen durch die Städte und fotografiert fleißig drauf los. Fotografiert wird eigentlich alles, was man als normaler Fußgänger auch zu Gesicht bekommt – Straßen, Häuser, Ampeln. Laut Aussagen von Google werden Nummernschilder und Gesichter unkenntlich gemacht. Wenn man es genauer nimmt, ist Google in diesem falle nichts weiter als ein Tourist, der munter vor sich hin fotografiert.

Und was ist Streetview nicht?

Um noch ein mal auf die Diskussionen und absurden Behauptungen von sogenannten Sachverständigen in den letzten Wochen zurück zu kommen. Es ist kein Livestream. Die Bilder, welche man letztendlich betrachten kann, sind teilweise mehrere Monate alt. Somit ist es nicht möglich – wie auch schon behauptet wurde – das irgendwelche kriminellen Subjekte ein Objekt ausspähen könnten und so sehen wann der Besitzer nicht anwesend ist. Solcherlei Behauptungen sind schlichtweg Schwachsinn! Auch kann Google dadurch nicht in Gärten und Hinterhöfe hineinsehen. Und in Wohnungen schon gar nicht.

Warum bin ich für Google Streetview?

Ganz einfach, ich wohne in einer sehr schönen Stadt – Gelnhausen – und ich würde mich freuen, wenn andere die Möglichkeit haben, sich diese Stadt anzuschauen, auch wenn es die Reisekasse nicht zulässt.

Was würde Google bei mir sehen?

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Was sieht Google bei mir nicht?

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15 Meinungen zu “Google Streetview: Ich bin dafür!

  1. Wenn jemand sein Gefühl nicht argumentativ begründen kann ist das ja noch lange kein Grund dieses Gefühl als nicht begründet abzutun. Wer kann schon immer alles genau begründen! Wenn man sich nicht wohl fühlt wenn sein Heim in SV erscheint dann ist das eben so, und jeder hat das zu akzeptieren!
    Und überhaupt. Für mich ist die Sache ganz einfach: Der eine will das sein Heim in Streetview zu sehen ist, der andere nicht! So einfach ist das!
    Was gibt es dagegen einzuwenden? Warum sollen die Leute nicht frei entscheiden was sie wollen?
    Ich z.b. will nicht das Streetview verboten oder verteufelt wird! Ich will nur das Google mich fragt ob mein Haus in SV zu sehen sein darf oder nicht. Das ist alles!
    Und wenn ich das nicht will hat SV das zu akzeptieren! Fertich!
    Die ganze Diskussion in den Medien ist natürlich, und wer hat was anderes erwartet, überzogen, unsachlich, polarisierend und auf Sensationsmache aus. Keine Frage. Wir kennen doch unsere Medien.
    Kurz um: Wer nicht in SV erscheinen möchte muss sich austragen können! Und niemand hat den jenigen dafür schief anzusehen! Aus, fertich und Punkt!

  2. Das mag sein, nur geht es bei einer solchen Diskussion nicht um Gefühl, sondern um Fakten. Und gerade bei der momentanen Diskussion um Google Streetview, reden meiner Meinung nach zu viele Leute mit, die absolut keine Ahnung haben.

    Wenn ich da so Argumente höre wie „Ich will nicht das mich jeder beim Baden beobachten kann“, da kann ich nur kopfschüttelnd daneben sitzen. Seit wann können normale Fotokameras durch Wände oder in den Hinterhof sehen?

    Auch die Argumentation einiger Datenschützer ist einfach nur hanebüchend. Da wird gegen Streetview geredet mit der Aussage, dass man irgendwelchen Leuten ins Fenster schauen könne. Entschuldigung, aber da bekomme ich nur einen mittelschweren Lachanfall. Da ist der Datenschutz ganz simpel und nennt sich Gardine.

    Und alles was man bei Streetview sehen würde ist nichts anderes, als das, was man auch als normaler Passant sehen würde. Auch da kann ich in irgendwelche Fenster rein schauen. Machen bestimmt viele tausend Leute täglich und keiner beschwert sich.

    Was ich an dieser ganzen Sache einfach nur unerträglich finde, ist die Tatsache, dass, nur weil es sich um Google handelt, diverse Medien, Datenschützer und auch Politiker versuchen sich da zu profilieren, in dem sie völlig aberwitzige Behauptungen aufstellen. Wenn sich diese Leute mal wirklich mit dem Thema auseinandersetzen würden, würden sie ihre Fehleinschätzung auch erkennen. Aber das hieße ja, das man nachdenken muss. Und Sensationspresse die einen erklärtes Feindbild hat, verkauft sich nun mal besser.

    Auf diese Weise wird einfach nur der Fortschritt aufgehalten. Sei es Streetview, oder diverse openWLAn-Projekte oder was auch immer. Es liegt in der Natur der Sache, dass sobald etwas Neues eingeführt werden soll, die diejenigen am lautesten Jehova schreien, die sich damit nicht im geringsten beschäftigen. Meistens einfach nur aus Angst vor Neuerungen.

    [EDIT]
    Webmaster-IMHO schreib als ich auch gerade dabei war, daher habe ich seinen Beitrag erst hinterher entdeckt :-)
    [/EDIT]

    Richtig, dafür bietet Google ja die Möglichkeit an. Man kann genau diesen Antrag stellen. Was mich jedoch nervt ist schlichtweg die Unwissenheit, mit der den Leuten Angst gemacht wird. Da muss einfach eine neutrale Aufklärung her, zu welcher weder Medien noch Politik dem Anschein nach in der Lage sind.

    Es gibt diverse kleinere Projekte wie Streetview, schon seit längerem, da kräht kein Hahn danach. Nur eben weil hier Google dran steht.

    Ich möchte hier mit Nichten irgend wen angreifen. Natürlich hat jeder das Recht dies zu entscheiden. Und die Möglichkeit ist gegeben. Doch dies von vorne herein abzulehnen ist meiner Meinung nach nicht sonderlich produktiv.

  3. Also ich hab das was Du oben geschrieben hast eigentlich auch nicht als „Angriff“ gesehen. Es war, so denke ich, eben Deine Auffassung zum Thema. Und ich hab meine Auffassung hinzugefügt, die eben auch einschließt das ich auch ein „Gefühl“ für Grund genug halte sich gegen SV zu entscheiden.
    Was da für ein Mist teilweise in den Medien verbreitet wird… da sind wir uns denke ich einig. Und eine neutrale Aufklärung ist mehr als wünschenswert, bin deiner Meinung, aber dies ist auch mehr als unwahrscheinlich. Mit neutraler Aufklärung lässt sich keine Quote machen und man kann sich nicht profilieren. Polarisierung und schwarz-weiß-Malerei bringt da viel mehr.
    Ich hab nur manchmal das (subjektive) Gefühl, wenn ich so den kompletten Querschnitt der Beiträge und Kommentare in den Medien sehe, das es „nur“ „Komplett-Ablehner“ und „Komplett-Befürworter“ gibt. Ich fühle mich da eher „zerquetscht“ in der Mitte… ;-)
    Ach ja, eine Sache muss ich allerdings noch einwerfen:
    Wenn es die, und ich sag’s jetzt mal so, „Panikmache“ nicht gegeben hätte, und Google von Anfang an alles hätte so machen können wie sie es gewollt haben…. dann gäbe es heute kein Einspruchs-Formular für Streetview… und das, auch wenn ichs ungern sage, ist dann doch ein positiver Effekt des Medien-Spektakels und der profilierungs-Sucht der entsprechenden Politiker, Journalisten, Kommentatoren.. usw…. :-)

  4. Das Widerspruchsformular gab es – soweit ich weiß – schon recht früh, noch bevor die große Diskussion los ging. Auch ist Deutschland nicht das erste Land, in dem Streetview eingeführt wird und ich denk, dass es diese Möglichkeit auch in anderen Gegenden gegeben hat.

    Natürlich, was die mediale Schlammschlacht angeht, sind wir uns einig. Und das mit, wie Du es so schön nanntest, „Polarisierung und schwarz-weiß-Malerei“ mehr Quote zu machen ist, ist auch klar.

    Ich für meinen Teil kann nur sagen, ich hoffe das Streetview kommt und freue mich auf die ersten virtuellen Spaziergänge durch diverse Städte.

    [offtopic]
    Wolltest Du Dir nich mal bei Gelegenheit einen Twitteraccount zulegen? Mir war so als hätte ich da bei zweidoteins mal was gelesen. :-)
    [/offtopic]

  5. Was mich so sehr stört ist die Tatsache, dass die das erst alles abfilmen und ich dann erst widersprechen und unkenntlich machen kann. Es gibt doch Leute, die überhaupt kein Internet haben und auch nicht wissen, was das ist. Sollte man nicht VORHER fragen? Darf ich ein Haus mit Auto davor knipsen und ins Netz stellen? Ich hatte den Widerspruch per Mail eingereicht und bekam auch ne Bestätigung. Heute kam wieder ne Mail, ich soll mein Haus raussuchen und gaaanz genau beschreiben welche Farbe, wieviel Fenster, wieviel Stockwerke und schießmichtot. Erst dann bekomme ich per Post einen Code, den ich dann innerhalb einer Frist eingeben soll. Das ist doch bekloppt!

  6. Nein das ist nicht bekloppt.
    Das ist einfach der gigantische Aufwand der dahinter steht. Das es da nicht reicht, einfach eine Adresse anzugeben, ist doch klar. Da kann ich ja sonst irgendwer daher kommen und wild drauf los löschen lassen.

    Auch ist es recht unsinnig das vorher zu machen, wie soll denn das bitte gehen? Die Kamera auf den Fahrzeugen macht Bilder – automatisch. Da ist es kaum möglich an bestimmten Stellen einfach das Ding abzuschalten und 2 Sekunden später wieder in Betrieb zu nehmen.

    Es ist Google letztendlich hoch anzurechnen, dass Die Möglichkeit der Unkenntlichmachung besteht. Die kosten die dadurch entstehen möchte ich nicht tragen wollen. Allerdings wären diese wesentlich höher, wenn man erst ein verfahren entwickeln müsste, was dies, wie Du schreibst, vorher ermöglicht. Ich erspare mir hier jetzt jegliche Erläuterung der daraus entstehenden logistischen Aspekte.

    Das Verfahren wie es angeboten wird, ist vielleicht nicht absolut optimal, weil nicht ganz simpel, aber dennoch erprobt. Da hat Google schon einiges an Erfahrungen sammeln können als es um Google Maps ging. Auch da gab es die Möglichkeit des Einspruches.

    Leute die absolut kein Internet haben sind leider Gottes die, die am lautesten schreien, auch wenn sie größtenteils überhaupt nicht wissen worum es eigentlich geht.

    Streetview ist und bleibt nichts anderes als eine Straßenkarte, wie es diese schon millionenfach gibt, nur eben in 3D, was auch nichts wirklich Neues ist. Man sieht dort das, was jeder Tourist auch direkt vor Ort sehen würde. Und ganz ehrlich, weißt Du wie oft das Haus in dem Du wohnst schon fotografiert wurde und auf wie vielen Seiten im weltweiten Netz diese Fotos zu sehen sind?

    Ich denke, bei der ganzen Geschichte überwiegt einfach die Angst vor etwas „Neuem“ und die mediale Panikmache, weil dieses Mal Google dran steht. Wie gesagt, das gibt es schon, nicht wirklich neu, nennt sich Sightwalk. Leider sind deren Server mittlerweile zusammengebrochen.

  7. @H.-Peter:
    Soweit mir bekannt konnte man bisher bei Google Einspruch erheben per Mail oder per Post. Viele haben das auch schon getan.. wie ich grade sehe auch Chaosweib. Nur kann man Brief oder Mail ja eh immer schreiben. Die offiziele Austrags-Möglichkeit, also sozusagen die dafür vorgesehene Webseite, gibt es ja erst seit dieser Woche.
    Was die anderen Länder betrifft… das wüsste ich auch gerne ob und wie man da genau Einspruch erheben konnte. Und vor allem wie viele Einspruch erhoben haben.

    @Chaosweib:
    Du hast recht, normaler Weise sollte man vorher fragen… nur… sowas wie Streetview wäre dann garnicht umsetzbar.. Google muss es so machen wie sie’s machen oder garnicht. Die Arbeit bleibt dann an denen die raus wollen hängen ;-)

    @all :-)
    Nochmal was zum immer wieder geäußerten Argument: „Man sieht dort das, was jeder Tourist auch direkt vor Ort sehen würde.“ Stimmt. Aber es besteht ein riesen Unterschied. Ein Tourist ist quasi ein zufälliger Passant der zu mir (oder eben zu dem, um dessen Haus es sich dreht) keinen Bezug hat, er ist nicht dort hin gefahren um sich mein Heim anzusehen. Selbst wenn er es fotografiert und ins Netz stellt, so ist es faktisch nicht so ohne weiteres recherchierbar. In Streetview ist das anders, jeder weiss das es SV gibt und jeder kann gezielt das Heim von wem auch immer in sekundenschnelle und ohne großen Recherche-Aufwand auf den Bildschirm holen.
    Beispiel:
    Chaosweib ist vielleicht Millionärin, was sie aber nicht jedem erzählen will… Eines Tages chatte ich mit ihr und frage vielleicht wie sie wohnt, worauf sie mir erzählt das sie ne normale kleine Mietwohnung hat. Jetzt müsste ich Auto, Bus oder Bahn nehmen und bis nach „Dings-pingen“ fahren um einen Blick zu werfen. Aber nein, es gibt ja Streetview, 3 Klicks… und schon sehe ich das sie ja in einer riesigen schlossartigen Villa wohnt, mit Park, x-Garagen, einem bewaffneten Pförtner und goldenen Dachziegeln….
    Okay, Chaosweib hat geflunkert…. aber wer flunkert nicht hier und da…? Wer jetzt sagt „ICH!!“ der flunkert genau in diesem Moment…:-)
    Dies ist auch nur ein Beispiel was verdeutlichen soll daß es eben doch einen großen Unterschied zwischen einem Touristen-Foto und einer blitzschnell recherchierbaren Foto-Datenbank wie Streetview gibt.

  8. @Webmaster-IMHO, tja ich hab halt diese ganzen Bettelbriefe satt und verheimliche meine Millionen lieber.

    Es gibt aber auch die andere Variante, fällt mir dabei gerade ein. Hat der Karl nicht mal geschrieben, dass er arbeitslos ist? Guck Dir mal die Satellitenschüssel an, die der da hat. Und die Haustür! Boah, das hat der doch alles von unserem Geld bezahlt.

    Und ein Amt auch auch mal schnell geschaut. ;-)

    Bei mir kommen am Tag vielleicht 7 Leute vorbei und nun können Millionen sehen ob und wie ich mein Haus gestrichen hab. Und das sind nur ein paar Beispiele. Aber ich akzeptiere und respektiere jedermanns Meinung. Bitte tut es auch mit der Meinen.

  9. Natürlich, sehr nette Beispiele, aber dazu brauch ich kein Streetview. Da reicht auch Maps aus. *lach*

    @chaosweib,
    Ja, ich respektiere Deine Meinung, definitiv. Genau so wie ich die Meinung meines Kollegen Webmaster-IMHO respektiere. Wenn hier ein anderer Eindruck entstanden sein sollte, dann bitte ich vielmals um Verzeihung.

    Und das Neid auf etwas entsteht was andere sehen, ist doch etwas völlig „Normales“ in unserer Gesellschaft, leider. Da spielt es keine Rolle ob Karl gerade arbeitslos ist, oder ob Gretchen einen tollen Job hat, sein wir doch mal ehrlich :-) Und was Karl und Gretchen letztendlich mit ihrer Kohle machen ist doch allein deren Sache. Ob dieses Geld nun „verdient“ ist oder nicht. Da gibt es ganz andere Leute über die ich mich viel mehr aufregen könnte, aber das führt dann doch zu weit.

  10. Es ist ja gar nicht so, dass die ganze Welt dagegen ist. Es ist nur typisch deutsch sich grundsätzlich gegen neues zu und unbekanntes zu sträuben. Ich finde die Idee ziemlich gut – kann man sich z.B. den Urlaubsort ansehen bevor man hinfährt oder das Restaurant in das man essen geht. Natürlich sind das nicht die einzigen Vorteile, für mich aber die nützlichsten.

  11. Ich finde diesen Dienst von Google auch gar nicht so schlecht. Wie Eric schon sagt, ist ein typisch deutsches Verhalten, was aber nichts Schlechtes sein muss! Vorsicht und das Recht auf Privatsphäre sollten schon für jeden individuell geschützt werden. Aber wie viele Dienste von Google, gibt es einen klaren Mehrwert gegen die Daten des Users kostenlos zur Verfügung gestellt.

  12. Na mir ist es egal, solange sie keine Röntgenkameras benutzen :D
    Ich meine, über unsere hohen Hecken können die eh nicht drüber gucken^^

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