Über die Vorbands möchte ich eigentlich nicht wirklich viele Worte verlieren, denn die waren einfach nur schlecht. Traumtanz klang in den ersten Zügen ganz schwer nach Centhron, was mich eigentlich eher begeisterte, aber diese Begeisterung lies ganz schnell nach. Die Sängerin war erst gar nicht zu hören, dann nicht zu verstehen und dann wünschte man sich, sie wäre wieder nicht zu hören. Das einzige Highlight des Auftritts von Traumtanz war die Gastsängerin Ulrike Goldmann von Say Y, welche für zwei Titel die Bühne betrat. Die Bühnenshow der Band bestand eigentlich eher aus zwei Leuten die vorne rumstanden und sich nicht viel bewegten. Einzig der Keyboarder ging an seinem Instrument ab wie ein Tier. Vielleicht hätte man den eher nach vorne stellen sollen .-)

Auch Lost Area waren den Eintritt, welcher mit 19 Euro eigentlich nicht zu hoch war, nicht wert. Auf der Bühne um ein Vielfaches mehr an Bewegung als bei der Band davor aber musikalisch viel zu nervös wirkten die Rhythmen. Dies vermochten auch die beiden „Sänger“ nicht mehr auszugleichen. Der eine wieder viel zu leise, hatte aber allen Anschein nach zumindest eine annehmbare Stimme, der andre viel zu laut und klang eher nach Mickey Mouse. Meine Sympathien verspielte sich die Truppe, als sie auch noch „I live your dream“ von Project Pitchfork zum Besten geben mussten. Ganz ehrlich, das hatte nichts mehr mit Musik zu tun.

Der Abend konnte also nur noch  besser werden und das wurde er. Nach dem dann auch endlich die Dilettanten am Mischpult und am Licht ausgetauscht wurden betraten Kirlian Camera endlich die Bühne. Endlich gab es auch anständiges Licht und das Publikum wurde mit einer Klangfülle beschallt, die ihres Gleichen sucht. Kirlian Camera, anfangs wie gewohnt mit den Skimasken – welche im Laufe der Show abgenommen wurden, begeisterten mit einer Mischung aus ruhigen getragenen Stücken und guten tanzbaren Krachern. Auch die wohl inoffizielle Hymne „Eclipse“ durfte natürlich nicht fehlen. Das Publikum selbst zeigte sich begeistert und liess die Truppe nach etwa 100 Minuten und drei Zugaben erst von der Bühne.

Ich bitte den etwas unglücklichen Sound des Videos zu entschuldigen, aber es war eben nun mal „nur“ ein Handy und keine professionelle Kamera .-)

Nach dem Konzert war dann noch ein bisschen Party angesagt mit einer schönen musikalischen Mischung, die wir jedoch nicht bis zum Ende abwarteten und uns dann auch bald auf den Weg machten.

Alles in allen war es, trotz der Misere mit den Vorbands, ein gelungener und schöner Abend mit einer super Band, die es durchaus wert ist, noch mal gesehen zu werden.

Wenn ich es geschafft habe die ganzen Fotos zu sichten, wird es natürlich auch eine Galerie dazu geben, versprochen.

Eine Meinung zu “Konzert: Kirlian Camera im Bunker Dresden (01.01.2011)

  1. Also ich durfte mir bei unserem Benefiz for Kids auch Elena samt Antonio und zahlreiche andere Bands ansehen. Auch Traumtanz war dabei. Ich muss sagen seitdem hat sich einiges getan, denn Traumtanz hat sich entwickelt. Das Benefiz fand in der Factory in Magdeburg statt und auch die anderen Bands wie etwa Bichrom, Egoamp, Battle Scream uvm. konnten mich überzeugen.
    Bei Traumtanz störten mich eher die immer gleichen zu langen Intros, die jeden Song einleiteten. Textlich und gesanglich war es aber eigentlich sehr gut, wäre die Technik in der Lage gewesen, sich ein wenig mehr Mühe zu geben, denn hier lag eher das Problem.
    Elena trat dann zum Schluss mit Ulli auf, was das Highlight schlechthin war.
    Alles in allem muss man sagen, wir haben ein tolles Benefiz auf die Beine gestellt.

    Mehr kannst Du und alle anderen in der Neostreet sehen.
    Ich habe dabei auch nicht mit Kritik gespart, wenn es angebracht war.

    LG Stan

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